Vorschule der Ästhetik

Wenn ökonomische Schreiber den Leser lange durch nötige Hungerkuren und Fastenzeiten durchgezogen, und sie ihn eben nun, da er fürchtet, in einen Ugolinos-Hungerturm hinabzusteigen, plötzlich vor eine Suppenanstalt bringen: Himmel, wer beschreibt das Entzücken und den Genuß! – Wollte jemand hingegen dieselbe Rumfordsche Suppe an andern Orten mit unter dem Nachtisch und feinen Weinen herumgeben: so fiele der Effekt schwächer aus.

Rumfordsche Suppe in Zerteilung
Zerteilt ist die Suppe deshalb, weil zwar alle Bestandteile des Original-Rezeptes von General Rumford enthalten sind, aber aufgespalten, da die echte Rumfordsuppe (zur Soldatenabspeisung erfunden) schmeckt, wie eine völlig überfettete Erbswurstsuppe.

Zutaten:
200 g Erbsen (TK)
50 ml Sahne
50 ml Gemüsefond
3 Bl. Gelatine
20 ml Martini dry
Zitronensaft
50 g geschlagene Sahne
50 g Perlgraupen
frische Minze
1 EL Salatdressing
schwarze Oliven oder getrocknete Blutwurst zum Dekorieren

Zubereitung:

Die Erbsen blanchieren, ca. 30g für die Dekoration nach dem ersten Aufkochen herausnehmen und auspulen. Die restlichen Erbsen weich blanchieren. Mit Sahne und Gemüsebrühe gründlich pürieren. Gelatine auflösen und unterrühren. Alles erkalten lassen. Danach mit dem Martini nochmals aufschlagen. Mit Zitronensaft und Salz abschmecken. Die geschlagenen Sahne unterheben. Die Masse auf ein Blech ca. 2 cm dick aufstreichen und erkalten lassen.
Die Graupen in 150 ml Wasser aufkochen und leise köcheln lassen, bis das Wasser eingezogen ist. Abkühlen lassen. Danach mit gehackter Minze, Salz, Pfeffer und Salatdressing anmachen.
Aus dem Erbsenmousse kleine Kreise ausstechen und auf dem Graupensalat platzieren. Mit den gepulten Erbsen, Oliven, etc. dekorieren.

 

 

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